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Selbsttest
- bin ich Co-Abhängig 
In Deutschland gibt es rund 2,5 Millionen
alkoholabhängige Menschen, davon zwei Drittel Männer und ein Drittel
Frauen. 5 bis 7 Millionen Angehörige sind durch die Alkoholkrankheit
eines Familienmitglieds betroffen. Die Ängste und Sorgen der Angehörigen,
ihr Auf und Ab zwischen Hoffen und Verzweifeln, gleichen einander. Trotz
der vorhandenen individuellen Unterschiede gibt es im Verhalten und
Erleben der Angehörigen so viele Gemeinsamkeiten, dass man dafür einen
eigenen Begriff prägte, den der Co-Abhängigkeit. Diese Bezeichnung weist
auf die ganz und gar unerwünschte Rückwirkung der Co-Abhängigkeit hin:
Sie unterstützt und fördert die Abhängigkeit des süchtigen Menschen.
Co-Abhängige sind oft Verbündete des Abhängigen, ohne dass ihnen das
bewusst ist, indem sie u.a.
- Verantwortung für den
Alkoholabhängigen übernehmen
- ihm Aufgaben abnehmen
- sein Verhalten
entschuldigen oder decken
- ihre eigenen Bedürfnisse
zurückstellen
- ihre eigenen Gefühle
unterdrücken, nicht zeigen oder zugeben
- die Tatsachen über die
Suchtentwicklung und die Konsequenzen daraus leugnen oder
verniedlichen.
Co-Abhängige werden in ihrem Wohlbefinden sehr stark
vom Verhalten des Abhängigen bestimmt - und sind dadurch unfrei. Sie
haben ihren eigenen gesunden, unabhängigen Standpunkt verloren und werden
dadurch so stark geschwächt, dass sie Hilfe brauchen.
Die folgenden Fragen können Ihnen helfen
herauszufinden, inwieweit Sie als Angehöriger oder Kollege eines
Alkoholkranken co-abhängig sind.
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